Die Zimmerei
& unsere Leistungen

Wir bieten Ihnen individuelle Komplettlösungen für Ihre Aufgaben. Zufriedene, namhafte Kunden belegen unsere Qualifikation.


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Umgebinde
& Fachwerkhäuser

Die Sanierung historischer Bausubstanz sowie traditioneller Holzbau zählen zu unseren Kernkompetenzen.



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Schlösser
& Kirchen

Durch unsere qualifizierten Mitarbeiter und jahrelangen Erfahrungen sind wir im Stande, auch große Projekte schnell und erfolgreich umzusetzen.

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Holzschutz
& Gutachten

Um ganzheitlich Qualität zu liefern, ist der Holzschutz und die Schädlingsbekämpfung un-
verzichtbarer Bestandteil im Holzbau.



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Aktuelle Beiträge

  • Spitzkunnersdorfer bauen für Neiße-Paddler
    Das Projekt „Abenteuer Neiße“ nimmt Gestalt an: In dieser Woche haben die Bauarbeiten für den ersten Ein- und Ausstieg am Neißeufer für Paddeltouren auf der Neiße am Standort Hirschfelde/Rosenthal begonnen. Zwei weitere Ein- und Ausstiege entstehen anschließend an den Standorten Lodenau und Sagar. Mit den Bauarbeiten beauftragt ist die Zimmerei Baum aus Spitzkunnersdorf. Darüber informiert das Landratsamt in Görlitz. An dem grenzüberschreitenden Tourismusgroßprojekt „Abenteuer Neiße“ wurde seit vielen Jahren gearbeitet, um alle rechtlichen Voraussetzungen hierfür zu schaffen.
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  • Baubeginn bei "Abenteuer Neiße"
    Die zweite Etappe des grenzüberschreitenden Tourismusgroßprojekts "Abenteuer Neiße" nimmt Gestalt an. Unter Federführung des Landkreises Görlitz als sohenannter Lead-Partner wollen die Kulturinsel Einsiedel als deutscher Partner und in Polen der Landkreis Zgorzelec, der Landkreis Sorau (Zary), die Gemeinde und die Stadt Zgorzelec und die Stadt Penzig (Piensk). Im Wesentlichen sollen eine ganze Reihe von Ein- und Ausstiegsstellen für Neißepaddler gebaut und die Infrastruktur für den Fahrradtourismus gestärkt werden.
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  • Operation Umgebindehaus
    Laut kreischt die Handkreissäge in der schönsten Herbstsonne. Jan Wehnert, von Beruf Zimmermann, sägt den letzten Zentimeter am Brett ab, damit es als Verkleidung unter das Fenster passt. Noch kurz mit Schleifpapier drübergegangen und er kann es mit Zimmerermeister Thomas Baum festnageln. In den letzten Wochen haben die beiden mit ihren Kollegen schon viel geschafft am ältesten Umgebindehaus von Seifhennersdorf am Weißeweg. „Das Haus wurde 1614 gebaut und ist damit das zweitälteste Umgebindehaus überhaupt. Das älteste ist das Hugenottenhaus in…
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Der ganze Kreis baut das Landratsamt

Dieter Peschel ist in Zeitnot. Das ist er ständig. Vor allem, seit es auf der größten Baustelle des Landkreises zugeht wie in einem Ameisenhaufen im Frühjahr. Und jetzt ist er auch noch in Verzug. Der ganze, riesige Bau des neuen Landratsamts an der Görlitzer Bahnhofstraße ist in Verzug. Acht Wochen! „Das ist nicht mehr aufzuholen“, sagt der Chef des Kreisbauamts. Und er sagt das zerknirscht. Obwohl er nichts dafür kann.

Mit so einem frühen, langen und strengen Winter hatte schließlich keiner gerechnet. Und der Bauablauf, erklärt Dieter Peschel, der ist von Anfang bis Ende so eng geplant, dass kein Spielraum mehr bleibt. Da wird der Landrat sein Dienstzimmer im einst besten Hotel der Stadt wohl noch nicht im August 2012 beziehen können.

Holzbalken als Lösung

Aber das ist das kleinere Problem. Viel schwieriger ist, dass der Zeitverzug den ganzen Bauablauf-Plan über den Haufen geworfen hat. „Aber auch da haben wir jetzt die Lösung“, sagt Peschel. Die Lösung sind Holzbalken. „Damit die historischen Gebäude im Winter ihr Dach haben, bauen wir jetzt nicht mehr wie üblich von unten nach oben, sondern andersherum“, erklärt Dieter Peschel. Eine Stützkonstruktion aus starken Bohlen sichert jetzt im früheren Hotel „Hohenzollernhof“ von unten die Decke – damit von oben zuerst das Dach gebaut werden kann.

„Hervorragende Zimmermannsarbeit ist das“, lobt Peschel und klopft dreimal aufs Holz. Überhaupt ist der Chef der Kreisbauverwaltung voll des Lobes über die Männer auf seiner größten Baustelle. „Was die Firmen hier leisten, ist wirklich großartig“, schwärmt der diplomierte Bauingenieur.

Sie kommen fast alle aus der Region. 40 Unternehmen arbeiten gegenwärtig gleichzeitig auf der Baustelle. Die Männer von der Zimmerei Baum aus Spitzkunnersdorf sanieren gerade im ersten Obergeschoss des historischen Packhofs die alten Deckenbalken. „Die Balkenköpfe müssen fast alle neu angeschuht werden“, ruft einer von oben dem Bauleiter zu.

Eine Etage unter den Spitzkunnersdorfer Zimmerern sind die Männer der Nyla Baugesellschaft aus Niesky am Werk. Die Rohbauarbeiten für den Innenausbau der historischen Räume sind in vollem Gange. Die historische Balkenkonstruktion wird später in den Büros zu sehen sein. Zwischen dem alten Hohenzollernhof auf der einen und dem alten Packhof auf der anderen Seite steht noch die denkmalgeschützte Fassade des früheren Hotels „Monopol“. Die kann jetzt nicht mehr kippen. Denn dahinter ziehen die Männer der Hoch- und Tiefbaufirma HFS aus Ebersbach im Oberland gerade einen Neubau hoch. Die Decke im zweiten Obergeschoss wird gerade eingezogen. Daneben arbeiten die Bautzener. Die Männer der OBAG sind zuständig für den Zwischenbau, einen modernen, lichten Eingangsbereich, der die historischen Fassaden auch optisch mit der Moderne verbinden wird. „Zu 70Prozent sind wir fertig“, sagt einer der Arbeiter zufrieden.

Das lockt auch Dieter Peschel ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Sein Konzept, das 17-Millionen-Euro-Projekt in viele kleine Einzellose aufzuteilen, ist aufgegangen. Für das Landratsamt ist das zwar ein erheblicher Mehraufwand, aber nur so konnten auch kleinere und mittelständische Unternehmen aus der Region ein Stück vom Kuchen abbekommen.

52 Firmen haben bisher Aufträge beim Landratsamtsbau bekommen. In zwei Monaten, wenn auch die Leistungen für Elektrik, Installation, Computerleitungen und Heizung vergeben sind, werden es noch 20 Firmen mehr sein. Der überwiegende Teil der beteiligten Unternehmen kommt aus dem Landkreis oder der näheren Umgebung. „Da bleibt auch die gewaltige Bausumme in der Region“, sagt Peschel. 7,6 Millionen Euro sind bereits vergeben.

Der Bau des neuen Landratsamts ist für viele Firmen ein Referenz-Objekt. Um dabei zu sein, haben die meisten von ihnen ihre Angebote auf die öffentlichen Ausschreibungen lieber zu knapp als zu großzügig kalkuliert. „Die dicken Gewinne werden wir nicht einstreichen“, sagt der Chef einer beteiligten Firma, „aber wir sind dabei – und meine Leute haben Arbeit.“

Die gibt es an der Bahnhofstraße noch mehr als genug, gerade bei der Sanierung der denkmalgeschützten Gebäude manchmal mehr als ursprünglich gedacht. Da entpuppt sich eine Wand im 1895 erbauten Hotel als Holzimitat, da findet sich ein altes Fensterbrett als Fenstersturz, da erweisen sich Balken als unbrauchbar, die eigentlich bleiben sollten.

Ab und an kommt auch noch so manche Erkenntnis zutage, die selbst die Denkmalpfleger verblüfft. An der Fassade des historischen Hohenzollernhofes sollte es keine Außenjalousien geben dürfen. So jedenfalls hatte es der Denkmalschutz bis vor Kurzem festgelegt. Jetzt aber ist bei den Bauarbeiten der verrostete Beweis entdeckt worden, dass das Hotel schon Ende des 19. Jahrhunderts mit Außenrollos ausgestattet war. Und siehe: Jetzt dürfen sie auch im 21.Jahrhundert wieder dran. „Wir sparen eine fünfstellige Summe“, freut sich Peschel und lächelt. „Manchmal hilft eben auch der Zufall.“

Bis zum Herbst kommenden Jahres wird es dauern, ehe die Gebäude komplett saniert und neu ausgebaut sind. Bis dahin, schätzt Dieter Peschel, wird wohl auch noch so manche Überraschung zutage treten. Der 57-Jährige sieht’s gelassen. Er wird schon weiter ganz gut den Überblick behalten.

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Von Jana Ulbrich
Samstag, 7. Mai 2011
(Sächsische Zeitung)

 

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